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Max-Planck-Gesellschaft
Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin
Forschung
Molekulare Neurobiologie



Die Abteilung Molekulare Neurobiologie untersucht die molekularen Mechanismen der Entstehung und Funktion von Synapsen, den zentralen Schaltstellen der Informationsübertragung im Gehirn. Synapsen entstehen an Kontaktstellen zwischen Nervenzellen und vermitteln dort die Weiterleitung von Signalen.

Das Gehirn eines erwachsenen Menschen enthält 1.000 Billionen Synapsen, die insgesamt etwa eine Billion Nervenzellen miteinander verbinden. Das auf diese Weise gebildete hochkomplexe, aber gleichzeitig exakte Netzwerk aus Nervenzellen steuert alle Verhaltensformen, von einfachen Bewegungen bis zu komplizierten emotionalen und kognitiven Prozessen.

Die Funktionsweise von Synapsen ist einfach und gleichzeitig genial. Die sendende Nervenzelle speichert in kleinen membranumhüllten Bläschen einen chemischen Botenstoff, den Neurotransmitter. Wird die sendende Nervenzelle stimuliert, so wird der derart gespeicherte Neurotransmitter nach außen freigesetzt.

Er wandert dann zur empfangenden Nervenzelle, um dort an Oberflächenproteine, sogenannte Rezeptoren, zu binden. Je nach Art des Neurotransmitters und des Rezeptors ruft diese Bindung unterschiedliche Reaktionen in der empfangenden Nervenzelle hervor.

Die Studien der Abteilung Molekulare Neurobiologie befassen sich mit drei grundlegenden Problemen der Entstehung und Funktion von Synapsen:

  1. Welche Faktoren regulieren die Spezifität von Synapsen, d.h. wie weiß eine Nervenzelle, mit welcher Partnerzelle sie Kontakt aufnehmen soll?

  2. Wie entsteht aus der Kontaktstelle zwischen zwei Nervenenden eine fertige Synapse, d.h. welche molekularen Mechanismen führen zur Rekrutierung der für eine funktionierende Synapse notwendigen Bestandteile?

  3. Welche molekularen Mechanismen steuern die Freisetzung von Neurotransmittern an Synapsen?


Leitung:
Prof. Dr. rer. nat. Nils Brose
Telefon: +49 (0) 551 3899 725/705
Telefax: +49(0) 551 3899 715


 

 

 

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Nils Brose
Member of the EUROSPIN research project
(HEALTH-F2-2009-241498)



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