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Max-Planck-Gesellschaft
Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin
Forschung
Profil



Die Elektronenmikroskopie-Einheit führt die Ultrastrukturforschung durch in Zusammenarbeit mit Neurowissenschaftlern aus den verschiedenen Abteilungen des Max-Planck-Instituts für Experimentelle Medizin. Sie wird geleitet von Dr. Wiebke Möbius und assistiert von Torben Ruhwedel. Wir verfügen über zwei Transmissions-Elektronenmikroskope: ein Zeiss EM 900 und ein LEO 912AB mit Omegafilter, das auch die Aufnahme von Elektronen Energieverlust-Spektren (EELS) zur Elementaranalyse ermöglicht.

 

In Routine-Applikationen verwenden wir konventionell in EPON eingebettetes Material. Untersuchungen zur intrazellulären Verteilung und zum Transport von Proteinen werden mit Hilfe der Immunogold-Methode an ultradünnen Gefrierschnitten durchgeführt, die an einem Leica Kryo-Ultramikrotom FC6 angefertigt werden.

 

 

Da die Transmissionselektronenmikroskopie eine um zwei Größenordnungen höhere Auflösung als die Licht- oder Immunfluoreszenzmikroskopie bietet, können subzelluläre Details, wie Vesikel, Membranstrukturen oder die Morphologie von Organellen, bis zu einer Auflösungsgrenze von 2-3 nm sichtbar gemacht werden. Dadurch sind wir in der Lage, den Einfluß einer veränderten Proteinexpression oder Lipidzusammensetzung auf zelluläre Vorgänge in einem pathologisch relevanten Mausmodell oder auch in einem zellbiologischen System zu analysieren. So führt zum Beispiel eine aus dem Gleichgewicht geratene Expression bestimmter Myelinproteine während der Entwicklung zu charakteristischen Veränderungen in der Morphologie der Myelinscheide. Elektronenmikrokopie macht es auch möglich, die Entwicklung und Funktion von Synapsen zu untersuchen. So kann z.B. beobachtet werden, welchen Einfluß bestimmte Proteine auf das Andocken und Fusionieren synaptischer Vesikel an der aktiven Zone der Synapse haben.

 

Abgesehen von einer reinen morphologischen Charakterisierung ermöglicht die Immuno-Elektronenmikroskopie (IEM) Einblicke in die molekulare Zusammensetzung einer subzellulären Struktur. Damit können zum Beispiel die intrazelluläre Verteilung und der Transport von Proteinen in Zellkulturmodellen oder während der Entwicklung in vivo analysiert werden.


Ansprechpartner: 

Dr. Wiebke Möbius
Abteilung für Neurogenetik
Telefon: +49-551-3899 736, or -734 (EM), -735 (EM-Labor)
Telefax: +49-551-3899 753
email: moebius@em.mpg.de


Torben Ruhwedel
Abteilung für Neurogenetik
Telefon: +49-551-3899 736, or -734 (EM), -735 (EM-Labor)
Telefax: +49-551-3899 753
email: ruhwedel@em.mpg.de



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